Metabolic Typing • Das Synergie-System

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Fragen zum Synergie-System

Wir haben 25 häufig gestellten Fragen zusammengefasst, um Ihnen einen Einblick in die Grundlagen und Möglichkeiten dieses Systems zu geben. Sie können sich entweder alle Fragen durchlesen oder unsere Stichwortliste benutzen, um schneller zu einzelnen Themen zu gelangen.

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Alkohol
Allergie
Aluminium
Alzheimer
Angst
Antihistamine
Apathie
Ascorbinsäure
Ausdauer
Basen
Belastung
Blei
Calciumascorbat
Candida albicans
Darm
Depression
Diät
Emotionen
Energie
Energieverlust
Entspannung
Enzyme
Erkältung
Erschöpfung
Fleischkonsum
Geburt
Gedächtnis
Gefühle
Gehirn
Gesundheit
Gewicht
Heiserkeit
Heißhunger
Heuschnupfen
Histaminspiegel
Hyperaktivität
Immunsystem
Kalziummangel
Kalziumstoffwechsel
Konstitution
Konzentration
Krankheit
Krebs
Lebenswille
Leistungsfähigkeit
Lethargie
Menstruationsbeschwerden
Mineralien
Müdigkeit
Muskelmasse
Muskeltonus
Nährstoffreserven
Nahrungsmittelallergie
orthomolekulare Medizin
Pilzinfektion
Potential
prämenstruelles Syndrom
Psyche
Psychotherapie
Quecksilber

Rauchen
Reaktionszeit
Regeneration
Reizbarkeit
religiöse Vegetarier
Säuren
Schlaflosigkeit
Schlankheitskur
Schwangerschaft
Schwermetalle
Sex
Sexualität
Sorgen
spirituelle Entwicklung
Sportler
sportliche Leistung
Stillen
Süßigkeiten
Supplemente
Training
Tumor
Übergewicht
Umweltverschmutzung
Vegetarier
vegetarische Ernährung
Vitamin C
Vitamine
vollwertige Ernährung
Zorn
Zyklus

Frage 1: Mein Arzt hat mir eine ausgewogene, vollwertige Ernährung empfohlen. Ich halte mich an seine Empfehlungen, fühle mich aber trotzdem häufig müde und ausgebrannt, als würde meinem Körper etwas fehlen. Ich habe versucht, mich zusätzlich in Büchern zu informieren. Aber wenn ich drei solche Bücher lese, finde ich drei verschiedene Meinungen. Ich bin völlig verwirrt.

Antwort: Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen. Mit Ihrer Frage sprechen Sie genau das zentrale Problem an, dem wir heute im Ernährungs- und Gesundheitsbereich gegenüberstehen.

Eine zentrale Erkenntnis des Synergie-Systems lautet: Jeder Mensch braucht - aufgrund seiner individuell erblich festgelegten Anlagen - unterschiedliche Nahrungsmittel und Nährstoffe. Wenn er sie nicht erhält, drückt sich dies unterschiedlich aus. Manche reagieren auf diesen Mangel mit ausgeprägten Heißhunger auf Süßigkeiten. Andere werden fünf Minuten nach einer großen Mahlzeit wieder hungrig. Oder, wie in Ihrem Fall, fühlen sie sich müde und ausgebrannt. Neben diesen schnell auftretenden Anzeichen wirkt sich die Ernährung auch langfristig aus. Der eine wird z.B. durch eine vegetarische Ernährung leistungsstark, lebensfroh und gesund, der andere ist dadurch ständig müde, depressiv und krank. Der eine nimmt durch Milchprodukte an Gewicht zu, der andere eher durch Fleisch. Zudem werden eine Fülle von Krankheiten durch falsche Ernährung gefördert. Ganz gleich, wie sich der Nährstoffmangel bei Ihnen zeigt: Ihr Körper will Ihnen in seiner Sprache mitteilen, dass ihm etwas fehlt, weil die Ernährung für seine Bedürfnisse nicht ausgewogen war.

Wie Ihre Erbanlagen Größe, Knochenstruktur, Ihre Augenfarbe, die Stärke Ihres Verdauungssystems oder Ihrer Abwehrkräfte, Ihre Stoffwechselrate und alle Ihre zahllosen Merkmale bestimmen, so bestimmen sie auch Ihren Bedarf nach einzelnen Nährstoffen.

Nur, wenn wir diese Erkenntnis des Synergie-Systems auf die Ernährung anwenden, lösen sich die Widersprüche auf. Solange wir versuchen, eine einzige Ernährung zu finden, die für jeden Menschen richtig ist, sind Misserfolge vorprogrammiert.

Bücher über Ernährung werden meist von Menschen geschrieben, die mit einer bestimmten Ernährungsform oder mit bestimmten Nährstoffen gute Erfahrungen gemacht haben. Für diese Menschen - sowie für andere des gleichen Ernährungstyps - sind diese Empfehlungen durchaus richtig. Wendet jedoch ein anderer Mensch - der einem anderen Ernährungstyp angehört - in der gleichen gesundheitlichen Situation die selben Empfehlungen auf sich an, wird er damit keinen Erfolg haben.

Damit sind die Empfehlungen des ersten nicht grundsätzlich falsch. Er hat lediglich aus seinen Erfahrungen einen falschen Schluss gezogen: Dass nämlich eine Ernährung, die für ihn und andere richtig ist, notwendigerweise für alle Menschen richtig sein muss. Doch so, wie es verschiedene Menschentypen gibt, die sich anhand gemeinsamer Merkmale in Gruppen einteilen lassen, so gibt es auch unterschiedliche Ernährungs- bzw. Ernährungstypen mit unterschiedlichen Bedürfnissen.

Nur ein Beispiel: Vitamin C kann bei dem einen Ernährungstyp wahre Wunder für die Gesundheit bewirken. Ein anderer Typ wird die Erfahrung machen, dass es seine Gesundheit nicht im geringsten verbessert und ein dritter wird feststellen, dass es ihm mit Vitamin C schlechter geht als zuvor. Um zu wissen, was für Sie richtig ist, müssen Sie erst Ihren Ernährungstyp kennen.

Die Unterschiede zwischen den Typen sind groß. Sie beziehen sich vor allem darauf, welcher Ernährungstyp welche Nährstoffe braucht, d.h. welche Nahrungsmittel bzw. Supplemente er essen sollte. Und sie beziehen sich darauf, wie hoch der Anteil von Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten in den einzelnen Mahlzeiten jeweils sein sollte. Dabei gibt es riesige Unterschiede. So braucht der Sympathikustyp z.B. einen Anteil von ca. 70% Kohlenhydraten, während der Parasympathikustyp nur ca. 20% braucht. Es sind solche Unterschiede, die dazu führen, dass einzelne Ernährungsformen bei einem Menschen sehr gut, beim anderen schlecht auf die Gesundheit wirken. Es ist also kein Wunder, dass es so viele Meinungen über die Ernährung gibt, wenn dieses Wissen fehlt.

Frage 2: Ich bin Sportprofi und brauche einen extra "Kick", um möglichst stark, ausdauernd, leistungsfähig und voller Energie zu sein. Kann Ihre Methode mir helfen?

Antwort: Auf jeden Fall. Um Ihnen dies zu erklären, müssen wir etwas ausholen: Woher kommen Stärke, Ausdauer, Beweglichkeit und Energie?

Die meisten Abläufe im Körper werden vom Autonomen Nervensystem kontrolliert. Es ist für alle unbewussten und automatisch ablaufenden lebenserhaltenden Prozesse zuständig. Es ist in zwei Zweige unterteilt, den sympathischen und den parasympathischen. Durch das wechselseitige Zusammenspiel beider Zweige werden alle Körperorgane gesteuert. Der sympathische Zweig ist dabei für die energieverbrauchenden (katabolischen) Aktivitäten zuständig, der parasympathische Zweig kontrolliert die energieerzeugenden bzw. körperaufbauenden (anabolischen) Aktivitäten. Von Mensch zu Mensch unterschiedlich dominiert jeweils der eine oder der andere Zweig mehr oder weniger stark den Körper, bestimmt dessen Merkmale und den Bedarf an bestimmten Nährstoffen und Nahrungsmitteln.

Überwiegt z.B. der Sympathikus, ist der Muskeltonus gut, die Reaktionszeit kurz, aber der Mensch verfügt über weniger Ausdauer, hat weniger Muskelmasse und ist nicht besonders stark. Überwiegt dagegen der Parasympathikus, so hat der Mensch mehr Ausdauer, mehr Muskelmasse und ist relativ stark, aber er hat schlechtere Reflexe und ist nicht besonders beweglich. Um das volle Potential zu entfalten, sollte ein Gleichgewicht zwischen den beiden Zweigen bestehen. Nur dann können alle Zellen des Körpers, alle Organe und Drüsen effizient und harmonisch zusammenarbeiten.

Dieses Ziel kann nur erreicht werden, wenn dem Körper genügend Energie zur Verfügung steht! Der Körper verbraucht ständig Energie. Egal, ob Sie nachdenken oder etwas fühlen, ob Sie verdauen, neues Körpergewebe aufbauen oder ob Sie intensiv Sport treiben - alle diese Vorgänge benötigen Energie. Der Körper erzeugt diese Energie aus den "Brennstoffen", die über die Nahrungsmittel zugeführt werden. Deshalb ist es so wichtig, für den jeweiligen Stoffwechsel das richtige "Brennstoffgemisch" zu bestimmen und sich entsprechend zu ernähren, vor allem als Sportler.

Frage 3: Ich bin 37 Jahre alt, rauche nicht, trinke keinen Alkohol, ernähre mich gesund, treibe viel Sport. Trotzdem kriege ich langsam einen Bauch und fühle mich längst nicht mehr so wohl wie vor einigen Jahren. Was ist mit mir los?

Frage 4: Ich wollte schon immer Tänzerin werden. Jetzt habe ich endlich ein gutes Angebot bekommen, doch mein Körper scheint den Belastungen inzwischen nicht mehr gewachsen zu sein. Meine Muskeln sind trotz intensivem Training nicht mehr so kräftig. Mein Arzt findet keine Ursache. Bin ich schon zu alt? Ich bin ziemlich verzweifelt. Können Sie mir helfen?

Antwort: Beide Fragen hängen mit einem Ungleichgewicht im Autonomen Nervensystem und mit dessen Auswirkungen auf die Nebennieren zusammen. Ohne die Bestimmung Ihres Ernährungstyps lässt sich nichts genaueres sagen, aber ich möchte einige prinzipielle Punkte an diesen Fragen erläutern.

Zuerst einmal: Ihr Alter hat nicht direkt mit diesem Problem zu tun. Vielmehr liegt das Problem darin, dass Ihr Körper im Lauf der Zeit nicht alle Nährstoffe bekommen hat, die er brauchte, um gesund und vital zu sein. Jetzt ist ein Zustand erreicht, in dem sich der Mangel deutlich auswirkt.

Die Nebennieren sind wichtige Drüsen, die vom sympathischen Zweig des Autonomen Nervensystems angeregt werden. Sie regulieren unter anderem Muskeltonus und -stärke. Ständige Belastungen schwächen im Lauf der Jahre sowohl den Sympathikus selbst als auch die Nebennieren. Kann der Körper diese Belastungen nicht ausgleichen, weil die Ernährung nicht seinen Bedürfnissen entspricht, so lässt die Leistungsfähigkeit beider Systeme mit der Zeit nach. Der Sympathikus wird schwächer und der parasympathische Zweig des Autonomen Nervensystems wird - relativ dazu - stärker. Nun bewirkt ein starker Sympathikus einen guten Muskeltonus und einen schlanken Körperbau. Ein starker Parasympathikus dagegen schwächt den Muskeltonus und der Körper wird schwerer und dicker. Gewinnt der Parasympathikus langsam die Oberhand, ändern sich Muskeltonus und Körperbau, Sie werden weniger sportlich und nehmen zu.

Da nützt es Ihnen wenig, wenn Sie sich scheinbar "gesund" ernähren und auch sonst gesund leben. Wenn Ihre Ernährung nicht die Nährstoffe enthält, die Sie aufgrund Ihres Ernährungstyps benötigen, wird diese Entwicklung weitergehen. Sie lässt sich jedoch leicht aufhalten und umkehren, wenn Sie Ihren Ernährungstyp bestimmen lassen und sich dann nach unseren Empfehlungen ernähren.

Frage 5: Bei meiner Arbeit muss ich mich sehr gut konzentrieren können, um erfolgreich zu sein. In letzter Zeit ertappe ich mich jedoch häufig dabei, dass meine Gedanken abschweifen. Besonders nachmittags würde ich am liebsten einen Mittagsschlaf halten. Dadurch gefährde ich aber meinen Job und bekomme langsam Angst, weil ich nichts dagegen machen kann. Können Sie mir helfen?

Antwort: Ihre Beschreibung deutet darauf hin, dass die natürlichen Säuren- und Basenfluten Ihres Körpers stärker als normal geworden sind. Zur Erhaltung eines gesunden und dynamischen Gleichgewichts zwischen Säuren und Basen laufen eine ganze Reihe von Prozessen ab. Zu bestimmten Zeiten ist der Körper leicht sauer und zu anderen leicht basisch. Verschiebt sich das Gleichgewicht ins basische, sinkt Ihre Energie leicht ab und es kommt zu einer Betonung der "trägen", hypoaktiven Zustände, die Sie geschildert haben. Das ist bis zu einem gewissen Grad ganz natürlich, denn in dieser Zeit möchte sich der Körper erholen und erneuern. Wird die Verschiebung ins basische allerdings zu groß, werden auch die hypoaktiven Zustände zu stark und es kommt zu einem starken Energieabfall, starker Müdigkeit bis hin zu Lethargie, Apathie oder sogar zur Depressionen.

Wenn Ihr Körper basischer wird, sinkt Ihre Energie

Im natürlichen Rhythmus des Körpers kommt es zweimal täglich zu einer Basenflut: Gegen 14.oo Uhr (oder ca. eine Stunde nach dem Mittagessen) und gegen 3.oo Uhr nachts. Daher ist es verständlich, dass Sie sich nach dem Mittagessen müde fühlen.

Das Säure-Basen-Gleichgewicht wird vor allem durch das Autonome Nervensystem kontrolliert. Der Einfluss des Sympathikus verschiebt das Gleichgewicht in Richtung sauer, der des Parasympathikus in Richtung basisch. Entspricht Ihre Ernährung nicht den Bedürfnissen Ihres Ernährungstyps, kann es sein, dass der Parasympathikus zu stark angeregt wird. Dadurch wird die basische Seite am Nachmittag noch stärker als normal betont, mit entsprechend negativen Auswirkungen auf Ihre Energie.

Außerdem beeinflusst die Verbrennungsrate in den Zellen die Leistungsfähigkeit des Gehirns. Es reagiert von allen Organen am empfindlichsten darauf, ob ausreichend Brennstoffe zur Energieerzeugung zur Verfügung stehen. Erhält Ihr Körper durch die Ernährung nicht das richtige "Brennstoffgemisch", wird das Gehirn als erstes darunter leiden, da es verhältnismäßig viel Energie benötigt.

Frage 6: Seit einiger Zeit fühle ich mich nicht mehr so richtig gesund, aber mein Arzt kann nichts finden, obwohl er mich von Kopf bis Fuß untersucht hat.

Antwort: Leider ist die Medizin nicht dafür gerüstet, das Übergangsstadium zwischen guter Gesundheit und Krankheit zu untersuchen. Ihr Arzt könnte nur eine deutliche Krankheit feststellen.

Wir gehen beim Synergie-System davon aus, dass es drei Möglichkeiten gibt.

  • Vollständige Gesundheit, bei der Sie sich wohl fühlen, voller Energie sind, all Ihre Körpersysteme arbeiten bestens.

  • Ein Übergangsstadium, in dem die Gesundheit nicht mehr optimal ist. Ihr Körper ist bereits belastet und kämpft darum, sein Gleichgewicht wieder zu finden und adäquat auf Belastungen zu reagieren. Dieses Ungleichgewicht kann durch die verschiedensten Auslöser entstanden sein, von falscher Ernährung, psychischem Stress, zu starker körperlicher Belastung oder aus vielen anderen Gründen. Ihr Körper arbeitet zwar nicht mehr normal wie im Stadium der Gesundheit, ist aber auch noch nicht in eine deutlich sichtbare Krankheit abgerutscht. Er wehrt sich noch. Da bei den üblichen ärztlichen Test in diesem Zustand die meisten Ergebnisse noch innerhalb eines "normalen" Bereichs liegen, gelten Sie für Ihren Arzt noch als gesund.

  • Erst im Stadium der Krankheit werden für den Arzt die Veränderungen deutlich genug, da sich nun das Ungleichgewicht in deutlichen körperlichen Symptomen und in starken Abweichungen der Laborwerte von der Norm ausdrückt.

In Ihrem Fall raten wir jedoch dazu, es nicht erst so weit kommen zu lassen. Um das innere Gleichgewicht wieder herzustellen, ist es mindestens nötig, den Körper mit allen Nährstoffen zu versorgen, die er seinem Typ entsprechend für eine Regeneration dringend benötigt. Darüber hinaus kann es sinnvoll sein, nach den Ursachen für die Verschlechterung des inneren Gleichgewichts zu suchen und diese so weit wie möglich zu verändern.

Leider kann mit den meisten Laboruntersuchungen ein Problem erst dann erfasst werden, wenn es bereits das Krankheitsstadium erreicht hat


Frage 7: Bei mir wurde eine starke Infektion des Darms mit Candida albicans festgestellt. Zur Zeit vertrage ich eine ganze Reihe von Nahrungsmitteln nicht, zumal ich zusätzlich einige Nahrungsmittelallergien habe. Kann ich mich trotzdem nach den Empfehlungen des Synergie-Systems ernähren?

Antwort: Auch wenn Sie zur Zeit einige Nahrungsmittel nicht essen können, stört dies die Anwendung des Synergie-Systems kaum. Es ist eher umgekehrt so: Wenn Sie sich nicht entsprechend Ihres individuellen Bedarfs ernähren, so kann es sein, dass Sie die Pilzinfektion nicht überwinden.

Es ist leicht, die Candida-Pilze abzutöten. Um jedoch eine neue Infektion zu verhindern, muss vor allem das Immunsystem so gestärkt werden, dass es die erneute Ausbreitung von Candida verhindert. Voraussetzung für die Stärkung des Immunsystems ist ein ausgeglichener Stoffwechsel, der mit allen nötigen Nährstoffen versorgt wird. Genau dies erreichen Sie, indem Sie sich Ihrem Ernährungstyp entsprechend ernähren (weitere Einzelheiten finden Sie in dem Artikel Pilzinfektion des Darms - Candida albicans).

Was Ihre Allergien betrifft: Letztendlich kommt es darauf an, dass Sie die richtigen Nährstoffe im richtigen Mengenverhältnis erhalten. Durch Ihre Allergien werden lediglich Ihre Auswahlmöglichkeiten eingeschränkt. Von den restlichen Nahrungsmitteln können Sie trotzdem die nötigen Nährstoffe erhalten. Wenn Sie Ihren Stoffwechsel durch die richtige Ernährung langsam immer mehr ins Gleichgewicht bringen, nimmt meist die Allergieneigung deutlich ab, so daß Sie mit der Zeit wieder mehr und mehr Nahrungsmittel vertragen.

Frage 8: Heuschnupfen! Es erwischt mich jedes Jahr im April und ich laufe bis Oktober wie ein Schlafwandler durchs Leben, da ich nur noch mit Antihistaminen leben kann. Ich bin ständig benebelt, komme aber ohne diese Medikamente nicht über den Tag. Kann mir eine Ernährungsumstellung bei meinem Problem helfen?

Antwort: Es ist gut möglich, dass Sie ein Problem mit Ihrem Kalziumstoffwechsel haben. Fehlt Kalzium oder wird es nicht richtig verwertet, werden die Zellwände geschwächt, durchlässiger und empfindlicher. Werden Zellen dadurch zerstört, kommt es zur Ausschüttung großer Mengen Histamin und zu allergischen Reaktionen.

Dieses Problem wird meist deutlich gebessert, wenn der Kalziumstoffwechsel wieder ins Gleichgewicht kommt. Manche Ernährungstypen benötigen dazu eine Ernährung, die viel Kalzium, Fett und Eiweiß enthält. Auf diese Weise wird der Kalziumspiegel erhöht. Dies bindet Histamine und stärkt die Zellwände. Bei anderen Ernährungstypen ist jedoch genau das Gegenteil angezeigt. Sie brauchen eine Ernährung, die wenig Kalzium, Fett und Eiweiß enthält, aber viel Kalium, Magnesium und Vitamin B 6, denn diese Nährstoffe werden zur effizienten Verwertung von Kalzium benötigt.

Bei beiden Ernährungstypen können die gleichen Allergiesymptome auftreten, aber aus gegenteiligen Gründen. Während beim einen ein echter Kalziummangel vorliegt, kann beim anderen das ausreichend vorhandene Kalzium nicht verwertet werden. Wie die Verhältnisse bei Ihnen liegen, lässt sich nur durch die Bestimmung Ihres Ernährungstyps feststellen, am besten in Verbindung mit einer Haarmineralanalyse.

Hier wird wieder eine zentrale Erkenntnis des Synergie-Systems deutlich: Nährstoffe wie in diesem Beispiel das Kalzium, aber auch andere Mineralien und Vitamine, können ohne Berücksichtigung des Ernährungstyps nicht richtig eingesetzt werden, denn je nach Typ wirken sie beim einen positiv, beim zweiten gar nicht und beim dritten sogar negativ.

Frage 9: In meiner Familie gab es mehrere Krebserkrankungen. Ich bin 35 Jahre alt und es gibt bereits einige Anzeichen, dass es mit meiner Gesundheit nicht zum besten steht. Kann mir die richtige Ernährung helfen, damit ich nicht das gleiche Schicksal wie meine Verwandten erleide?

Frage 10: Bei mir wurde vor kurzem ein Dickdarmtumor entfernt. Die Ärzte setzen jetzt Chemotherapeutika ein, um zu verhindern, dass er wieder auftritt. Kann ich selbst zusätzlich etwas machen?

Beide Fragen verlangen dieselbe Antwort: Krebs und alle anderen degenerativen Krankheiten entstehen, wenn der Stoffwechsel aus dem Gleichgewicht gerät und dadurch die Körperzellen und Organe nicht mehr effektiv arbeiten.

Ganz egal, für welche Therapie Sie sich entscheiden: Auf jeden Fall muss Ihr Stoffwechsel wieder ins Gleichgewicht gebracht werden, damit Ihr Körper wieder effizient arbeiten kann. Sonst besteht langfristig keine Hoffnung, dass Sie wieder zu voller Gesundheit zurückfinden. Bei Krebs gibt es zwar Möglichkeiten, den Tumor zu vernichten, aber gleichzeitig müssen die körperlichen Ursachen bereinigt werden, die zur Entstehung des Tumors führten. Nur so lässt sich z.B. das Auftreten von Metastasen verhindern. Vor allem muss das Immunsystem möglichst schnell gestärkt werden. Daher empfehlen wir bei solch schweren Krankheiten neben der richtigen Ernährung ganz besonders den Einsatz von Supplementen (Vitaminen, Mineralien, Enzymen usw.), die speziell für den Ernährungstyp und das individuelle Problem zusammengestellt werden. Sie beschleunigen die Stärkung des Immunsystems und des ganzen Körpers und unterstützen die natürlichen Selbstheilungskräfte entscheidend.

Die Beseitigung eines Tumors ist nicht unbedingt das selbe wie die
Wiederherstellung einer guten Gesundheit


Frage 11: Ich bin erst 28 Jahre alt, aber mein Gedächtnis lässt in letzter Zeit deutlich nach. Da meine Mutter bereits mit 47 Jahre an der Alzheimer-Krankheit gestorben ist, habe ich Angst, dass sich auch bei mir die ersten Symptome zeigen. Kann Ihr System bei einem solchen Problem helfen?

Antwort: Im Zusammenhang mit der Ernährung kennen wir vor allem zwei Ursachen, die zu einem Nachlassen der Gedächtnisleistung führen:

1. Eine für den Typ falsche Ernährung
2. Eine Belastung mit Schwermetallen

Zur ersten Möglichkeit: Das rationale Denken läuft vor allem in der linken Gehirnhälfte ab und wird vom sympathischen Zweig des Autonomen Nervensystems kontrolliert. Dieser Zweig ist für ein gutes Gedächtnis zuständig. Es ist möglich, dass Ihr Parasympathikus gegenüber Ihrem Sympathikus die Oberhand gewonnen hat, falls Sie sich vor allem vegetarisch ernährt haben und dies nicht Ihrem Ernährungstyp entspricht. Einer solchen Ernährung mangelt es an bestimmten Aminosäuren (Eiweißbestandteilen), die für die Gedächtnisleistung nötig sind.

Menschen mit starkem Sympathikus haben meist ein gutes Gedächtnis, ein starker Parasympathikus führt eher zu einem schlechten Gedächtnis

Zur zweiten Möglichkeit: Es kann sich um eine Vergiftung mit Schwermetallen handeln. Metalle wie Kadmium, Aluminium, Arsen, Quecksilber und Blei werden mit diversen Gesundheitsproblemen in Verbindung gebracht: Blei mit Lernschwierigkeiten, Aluminium mit der Alzheimer-Krankheit, usw. Diese Metalle können in lebenswichtigen Organen wie Gehirn, Herz, Nieren, Leber, Knochen usw. abgelagert werden und deren Arbeit stören. Sie verdrängen dann lebenswichtige Nährstoffe wie z.B. Kalzium und behindern dadurch die Arbeit von Enzymen.

Wenn der Stoffwechsel im Gleichgewicht ist, wird die Aufnahme und Einlagerung von Schwermetallen verhindert. Wenn der Stoffwechsel wieder zurück ins Gleichgewicht gebracht wird, kann der Körper bereits eingelagerte Schwermetalle aus ihren Deponien lösen und zur Ausscheidung bringen. Der Schlüssel liegt in der Bestimmung Ihres Ernährungstyps und einer entsprechenden Ernährung, um Ihren individuellen Nährstoffbedarf zu befriedigen.

Frage 12: Seit vielen Jahren trete ich als Sängerin auf. Seit einiger Zeit werde ich gegen Ende einer Aufführung immer heiser. Und selbst wenn ich nicht singe, werde ich oft gegen Abend heiser. Haben Sie dazu einen Vorschlag?

Antwort: Diese Heiserkeit tritt ziemlich häufig auf, typischerweise gegen Abend. Meist hängt sie mit einer Störung des Kalziumhaushalts zusammen und verschwindet, wenn der Stoffwechsel wieder ins Gleichgewicht gebracht wird. Diese Störung des Kalziumhaushalts führt zu einer schlechteren Stabilität der Zellen und einer Verringerung des Tonus im Autonomen Nervensystems, verknüpft mit einer Störung im Säure-Basen-Haushalt. Um den Stoffwechsel wieder ins Gleichgewicht zu bringen und die Störung zu beseitigen, müssen wir zuerst ermitteln, was Ihr Ernährungstyp benötigt. Je nach Typ kann es sein, dass Sie mehr Eiweiß, Fett und Kalzium in Ihrer Ernährung benötigen. Es ist aber auch möglich, dass Sie Nährstoffe brauchen, die eine bessere Verwertung von Kalzium fördern, wie Kalium, Magnesium und Vitamin B6. Genaues können wir erst sagen, wenn wir Ihren Ernährungstyp ermittelt haben.
 

Frage 13: Aus religiösen Gründen bin ich Vegetarier. Nach Ihren Empfehlungen sollte ich aber auch Fleisch essen. Würde es meiner Gesundheit sehr schaden, wenn ich meinen Eiweißbedarf auf andere Weise decke?

Antwort: Das ist eine schwierige Frage, die aber für viele sehr wichtig ist und daher ausführlich beantwortet werden soll.

Nach unseren Forschungen und langjährigen Erfahrungen wird die für den einzelnen richtige Ernährung nur von den Erbanlagen bestimmt und nicht von religiösen oder philosophischen Glaubenssätzen. Wie aber ist es dazu gekommen, dass die Ernährung in Verbindung mit Religion gebracht wurde?

Als erstes müssen Sie sich vor Augen halten: Die Ansicht, dass eine vegetarische Ernährung zu spiritueller Entwicklung beiträgt, stammt vor allem aus Indien. Dort gründete sie sich auf jahrhundertelangen Beobachtungen und ist dort auch heute noch richtig, da in Indien der Sympathikustyp vorherrscht. Dieser Ernährungstyp ernährt sich am gesündesten vegetarisch. Er braucht ein Leben lang kein Fleisch, sein "inneres Gleichgewicht" wird am besten durch eine vegetarische Ernährung aufrecht erhalten. Durch hohen Fleischkonsum würde er hyperaktiv und unruhig, Meditation und Kontemplation würden gestört, spirituelle Entwicklung behindert.

Betrachten wir aber einen anderen Ernährungstyp, wie wir ihn z.B. bei den Inuit in Alaska finden, so sieht das Bild anders aus. Aufgrund seiner Erbanlagen muss er relativ viel Fleisch essen, um gesund zu bleiben. Ist ihm damit jede Möglichkeit zur spirituellen Entwicklung genommen? Hat er nur die Wahl zwischen Spiritualität und Krankheit? Das kann nicht die richtige Antwort sein. Um gesund zu sein, voller Energie und geistiger Klarheit, muss der Inuit Fleisch essen. Nur so hat er eine Chance, sich spirituell zu entwickeln. Wenn Sie die spirituelle Entwicklung verschiedener Völker betrachten - z.B. Indianer der amerikanischen Steppe, für die der Bison einst eine wichtige Nahrungsquelle war - so werden Sie feststellen, dass spirituelle Entwicklung auch bei einer nichtvegetarischen Ernährung möglich ist. Spirituelle Entwicklung und vegetarische Ernährung gehören nicht von Natur aus zusammen.
 

Die Frage der gesunden Ernährung hat nur etwas mit den persönlichen, genetisch vorgegebenen Bedürfnissen zu tun, nichts mit
philosophischer oder religiöser Anschauung

Es gibt viele moralisch-ethische Gründe, sich vegetarisch zu ernähren. Es ist jedoch eine unbestreitbare Tatsache, dass die vegetarische Ernährung zwar für viele Menschen durchaus richtig und gesund, für viele andere aber grundlegend falsch und gesundheitsschädlich ist. In Europa gibt es eben viele unterschiedliche Ernährungstypen. Der Körper richtet sich leider nicht nach moralisch-ethischen Prinzipien, seine Bedürfnisse wurden im Lauf von Jahrtausenden festgelegt und von diesen lässt er sich durch eine Änderung der Moralvorstellungen nicht (auch nicht im Lauf von wenigen Generationen) abbringen.

Doch kehren wir zum Kern der Frage zurück: Ist es bei Ihrem Ernährungstyp mit vegetarischer Ernährung möglich, gesund zu bleiben?

Unsere Erfahrung ist: Um gesund zu sein, müssen Sie alle Nährstoffe essen, die Ihr Körper braucht. Einige Nährstoffe, die in Fleisch enthalten sind, lassen sich durch Nahrungsergänzungsmittel ersetzen, einige nicht. Da bei Ihrem Ernährungstyp die Anteile des Parasympathikus und des Schnellverbrenners sehr ausgeprägt sind, werden Sie ohne den Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln und Fleisch oder Fisch nicht dauerhaft gesund bleiben. Die Entscheidung, ob Sie dieses Risiko eingehen möchten, ist eine eher moralische und liegt letztendlich bei Ihnen. Wir können Ihnen nur Empfehlungen geben.

Frage 14: Obwohl ich meine vorherige Schwangerschaft genossen habe, ist sie meinem Körper nicht gut bekommen. Mein Baby war und ist kerngesund, aber ich habe mich seit der Geburt nicht mehr richtig erholt, als ob das Kind meinem Körper zu viel entzogen hätte. Ich hatte sogar kurz nach der Geburt einen Knochenbruch Auch nach dem Stillen fühlte ich mich immer ziemlich erschöpft. Jetzt bin ich wieder im 2. Monat und frage mich, ob für mein neues Kind noch genügend Nährstoffe in meinem Körper vorhanden sind und wie es mir nach der Geburt gehen wird. Ist es schon zu spät, etwas zu unternehmen, z.B. die Ernährung umzustellen oder zusätzliche Vitamine und Mineralien einzunehmen, damit das Baby genug Nährstoffe erhält und es mir vielleicht auch besser geht?

Antwort: Wahrscheinlich haben Sie sich in letzter Zeit nicht mehr richtig wohl gefühlt, weil Ihre Nährstoffreserven schon vor der Schwangerschaft ziemlich erschöpft waren. Es ist keineswegs zu spät, etwas dagegen zu unternehmen, wenn Sie das richtige machen und den Stoffwechsel wieder ins Gleichgewicht bringen. Sinnvoll wäre es, Ihren Ernährungstyp zu bestimmen, sich dann entsprechend Ihrem Typ zu ernähren und sich Vitamine und Mineralien, die für Ihren Typ geeignet sind, in konzentrierter Form mit Supplementen zuzuführen, um Ihre erschöpften Vorräte möglichst schnell aufzufüllen. Dann werden Sie auch mit dem Stillen nicht mehr diese Probleme haben.

Frage 15: Ich bin seit 5 Jahren in psychotherapeutischer Behandlung. Durch die Therapie hat sich nichts wesentlich verbessert. Mein Therapeut meint zwar schon lange, wir stünden kurz vor einem Durchbruch, aber ich frage mich langsam, ob mein Problem wirklich nur in meinem Kopf ist oder ob nicht noch etwas anderes dahintersteckt.

Antwort: Körper und Psyche sind eng miteinander verbunden. Aufgrund verschiedener Forschungsergebnisse können wir davon ausgehen, dass Veränderungen im Stoffwechsel auch zu Bewußtseinsveränderungen führen. Es gibt ferner Zusammenhänge zwischen dem Säure-Basen-Gleichgewicht und geistigen sowie emotionalen Tendenzen. Viele Anzeichen von innerer Überaktivität wie Zorn und Reizbarkeit zeigen sich bei einem übersäuerten Stoffwechsel. Bei einem zu basischen Stoffwechsel zeigen sich dagegen Anzeichen von zu geringer innerer Aktivität, wie z.B. Apathie und Depression.

Oft werden in einer Therapie die psychischen Ursachen z.B. einer Depression erkannt. Besteht jedoch im Stoffwechsel gleichzeitig ein Ungleichgewicht mit Verschiebungen ins basische, kann die Depression durch Psychotherapie alleine niemals überwunden werden.

Damit es wirklich zu tiefgreifenden psychischen Veränderungen kommt, müssen Körper und Seele zusammen daran arbeiten. Eine wichtige Voraussetzung ist ein ausgeglichener Stoffwechsel. Das ist nur möglich, wenn die Ernährung dem Ernährungstyp entspricht und es nicht durch falsche Ernährung zu Verschiebungen kommt.

Frage 16: Meine Tochter treibt mich durch ihre Hyperaktivität noch zum Wahnsinn. Beruhigungsmittel machen sie nur noch aktiver. Können Sie mir einen Rat geben?

Antwort: Hyperaktivität hat etwas mit einem zu sauren Stoffwechsel zu tun. Es ist so, als würden die Nervenendigungen in Säure gebadet, was zu einer Überreizung des Sympathikus führt. Es ist dann schon eine große Leistung, auch nur für kurze Zeit still zu sitzen. Hier haben wir ein gutes Beispiel dafür, wie stark der Stoffwechsel auf die Psyche wirken kann.

Die Übersäuerung entsteht in den verschiedenen Ernährungstypen aus unterschiedlichen Gründen. Der Sympathikus-Dominate Typ wird durch zu viel Kalzium und Eiweiß übersäuert. Der Schnell-Dominante Typ wird dagegen durch zu viele Kohlenhydrate (besonders, wenn sie viel Kalium enthalten) und durch zu wenig Fett und Eiweiß übersäuert.

Neben der Übersäuerung können auch Zucker, Konservierungsstoffe, Nahrungsmittelfarbstoffe und andere Zusatzstoffe die Hyperaktivität bei Kindern auslösen, doch auch in diesem Fall könnte die richtige Ernährung deren Auswirkungen mildern.

Frage 17: Ich bin sehr kreativ und erfindungsreich. Mein Haus ist voller Projekte, die ich anfange, aber nie zu Ende führe, weil ich ständig neue Ideen habe. Leider ist mein Haus inzwischen bis zum Dachboden mit unvollendeten Kreationen angefüllt. Können Sie mir helfen, diese Ideenfluten lange genug einzudämmen, damit ich einige Projekte zu Ende führen kann?

Frage 18: Energiemangel soll ein Problem sein? Ich habe so viel Energie, dass ich nicht mal eine halbe Stunde stillsitzen kann. Länger als vier Stunden kann ich nicht schlafen. Ich würde viel darum geben, mich mal so richtig eine Stunde lang entspannen zu können. Von Beruhigungsmitteln werde ich psychotisch, von Alkohol wird mir übel, gegen Schlafmittel bin ich allergisch. Ich kann nicht mal lange genug stillsitzen, um zu meditieren. Haben Sie eine gute Idee?

Beide Fragen verlangen die selbe Antwort: Sie zeigen, wie sich das gleiche Muster eines Stoffwechselungleichgewichts in zwei Menschen sehr unterschiedlich auswirken kann. Bei dem einen zeigt es sich mehr als psychisches Symptom, beim anderen mehr in körperlichen Energiemustern.

Natürlich sind eine ganze Reihe von Verhaltens- und Persönlichkeitsmustern erlernt oder haben andere Ursachen in der Psyche. Unsere Erfahrungen und die Erforschung der Stoffwechselzusammenhänge haben aber gezeigt, dass daneben viele psychische Merkmale ihren Grund in körperlichen Ursachen haben! In solchen Fällen wirken sich körperliche Muster stark auf die Psyche aus. Genauer gesagt: Die Einflüsse des Autonomen Nervensystems, des Verbrennungssystems und des Drüsensystems auf Rate, Qualität und Effizienz der Energieproduktion und auf das Säure-Basen-Gleichgewicht wirken sich direkt auf mentale, emotionale und auf Verhaltens-Muster aus.

Viele psychische Eigenschaften basieren
auf physiologischen Prozessen

Wenn jemand z.B. zu stark in Richtung Sympathikus abgerutscht ist oder wenn die Verbrennungsrate zu schnell geworden ist, so wird er übersäuert. Er wird leichter "aufgedreht" sein, angespannt, emotional, impulsiv, macht sich Sorgen oder ist ängstlich. Er denkt sehr schnell, oft rasen die Gedanken geradezu. Oft ist die Energie nicht gleichmäßig über den Tag verteilt, sondern kommt in Schüben.

Der Sympathikustyp kann sich von diesen beiden Typen allerdings eigentlich dabei eher gut konzentrieren und führt neue Projekte meist auch zu Ende. Hier unterscheidet er sich deutlich vom Schnellverbrenner. Der kann sich im allgemeinen schlecht konzentrieren. Bei ihm ist es eher so, dass er um so mehr in Rückstand gerät, je mehr er sich beeilt. Bei einem aus dem Gleichgewicht geratenen Schnellverbrenner stimmt die Energieproduktion in den Zellen nicht mehr. Er verbrennt Kohlenhydrate (aus Früchten, Gemüsen und Getreiden) zu schnell. Dadurch entstehen die "aufgedrehten", hyperaktiven Merkmale, die für ihn typisch sind. Schnellverbrennern würde es mit weniger Kohlenhydraten und mehr Eiweiß und Fett besser gehen. Von daher könnten beide Fragesteller diese Ernährungsempfehlung ausprobieren und sehen, ob es ihnen damit besser geht. Natürlich wäre eine genaue Bestimmung des Ernährungstyps durch uns noch besser.

Frage 19: Ich leide so stark unter dem prämenstruellen Syndrom, dass mir mein Mann und meine Kinder jeden Monat zwei Wochen lang aus dem Weg gehen, als hätte ich eine ansteckende Krankheit. Es ist manchmal die Hölle auf Erden und ich weiß nicht, wie lange meine Familie und ich das noch durchhalten. Gibt es eine Möglichkeit, mir mit dem Synergie-System zu helfen?

Antwort: Die Nährstoffbedürfnisse ändern sich bei Frauen leicht im Lauf des Zyklus. Wenn dann die Nährstoffreserven des Körpers jeweils nicht ausreichen oder wenn die Ernährung nicht den individuellen Bedürfnissen entspricht, kann das hormonelle Gleichgewicht stark gestört werden. Wir haben immer wieder die Erfahrung gemacht, dass sich bei einer Ernährung, die auf den jeweiligen Ernährungstyp abgestimmt ist, das prämenstruelle Syndrom nach erstaunlich kurzer Zeit deutlich bessert.

Frage 20: Ich liebe meine Frau. Wir hatten immer ein aufregendes Sexualleben. In letzter Zeit wird mein Interesse an Sexualität aber immer geringer. Das führt zunehmend zu Problemen in unserer Ehe und ich mache mir langsam Sorgen. Haben Sie irgendwelche Vorschläge?

Antwort: Wie alle anderen Körperprozesse braucht auch Sexualität Energie. Vor allem muss der sympathische Zweig des Autonomen Nervensystems stark sein. Wenn durch die Ernährung dessen Gegenspieler, der Parasympathikus, die Oberhand gewinnt, so kann dadurch sowohl das sexuelle Interesse verringert als auch die sexuelle Leistungsfähigkeit eingeschränkt werden.

Auch der Histaminspiegel im Körper muss für die sexuelle Leistungsfähigkeit hoch genug sein. Langsamverbrenner neigen dazu, sexuelle Probleme zu entwickeln, da ihr Kalziumspiegel häufig zu hoch ist. Hierdurch werden Histamine gebunden und außerdem die Geschlechtsdrüsen geschwächt.

Die falsche Ernährung kann dazu führen, dass Ihr Interesse an
Sexualität und Ihre Leistungsfähigkeit nachlassen


Frage 21: Ich habe eine tolle Familie, einen guten Beruf und viele Freunde. Eigentlich könnte es mir kaum besser gehen, aber trotzdem macht mir das Leben keinen Spaß mehr. Ich fühle mich wie eine Maschine, selbst Sex macht mir keinen Spaß mehr. Mein Lebenswille scheint verschwunden zu sein. Können Sie mir weiterhelfen?

Antwort: Der Lebenswille und die Fähigkeit, das Leben zu genießen, glücklich zu sein, zu leiden, unsere Gefühle auszudrücken, alles dies hängt zu einem guten Teil von unserer Lebensenergie ab. Wenn Sie z.B. sehr erschöpft sind, erscheint alles grau in grau. Sie denken nicht mehr klar, Ihre Gefühle verflachen.

Wenn Ihr Stoffwechsel aus dem Gleichgewicht gerät und zu stark ins basische abgleitet, sinkt Ihre Energie. Sie fühlen sich träge, sowohl körperlich als auch geistig und emotional. Dazu kann es kommen, wenn Sie durch Ihre Ernährung den parasympathischen Zweig des Autonomen Nervensystems zu stark anregen. Oder es kann durch eine zu langsame Verbrennung von Kohlenhydraten in den Zellen dazu kommen.

In beiden Fällen wird es Ihnen helfen, wenn Ihr Stoffwechselgleichgewicht wieder hergestellt wird und Sie so die schönen Seiten des Lebens wieder wahrnehmen und genießen können.

Viele psychische Veränderungen können ihre Ursache in der
Veränderung von Stoffwechselprozessen haben


Frage 22: Meine Schwester, ihre Freundin und ich haben einige Wochen lang eine bestimmte Diät befolgt, weil wir abnehmen wollten. Während meine Schwester und ihre Freundin großen Erfolg hatten, habe ich bei der Diät sogar zugenommen und mich die ganze Zeit schlecht gefühlt. Jetzt ernähre ich mich seit drei Wochen wieder normal, aber wenn ich Essen auch nur von weitem sehe, nehme ich schon zu. Können Sie mir helfen, wieder Gewicht zu verlieren?

Antwort: Wenn Sie erfolgreich Gewicht reduzieren und gleichzeitig Ihre Gesundheit verbessern möchten, müssen zwei Aspekte beachtet werden. Der erste und wichtigste Aspekt ist, dass Sie sich Ihre Nährstoffe im richtigen "Brennstoffgemisch" zuführen müssen. Wenn Ihre Ernährung nicht so zusammengestellt ist, dass sie Ihre Nährstoffe in einem für Sie richtigen Verhältnis liefert, können die Nährstoffe auch nicht vollständig verbrannt und in Energie umgesetzt werden. Ein Teil wird dann vom Körper gespeichert. Außerdem wird Ihr Körper Energie nicht optimal produzieren und Sie werden sich nicht wohl fühlen. Der zweite Aspekt, der ebenfalls eine Rolle spielt, ist Ihnen besser bekannt: Kalorien. Wenn Sie mehr Kalorien essen, als Sie verbrennen, werden Sie zunehmen.

Es gibt nur einen Weg, Übergewicht nachhaltig abzubauen und sich gleichzeitig wohlzufühlen: Bringen Sie Ihren Stoffwechsel in sein natürliches Gleichgewicht und nutzen Sie Ihr volles Energiepotential aus.

Wenn Ihre Ernährung nicht dem Bedarf Ihres Ernährungstyps entspricht,
kann Ihr Körper sie nicht vollständig in Energie umwandeln,
sondern lagert sie als Fett ab


Frage 23: Ich bin häufig stark erkältet. Ich nehme zwar viel Vitamin C und ernähre mich gesund, aber trotzdem erwischt es mich immer wieder, mit ziemlicher Regelmäßigkeit.

Antwort: Die Stärke des Immunsystems hängt sehr vom Gleichgewicht des Stoffwechsels ab. Für die Arbeit des Immunsystems wird ziemlich viel Energie benötigt. Wenn Sie Ihrem Körper nicht genau die Nährstoffe zur Verfügung stellen, die er braucht, hat Ihr Immunsystem weder die Energie noch die Rohstoffe, um richtig zu arbeiten.

Viele Menschen machen den Fehler, dass sie Nährstoffe wie Medikamente einsetzen wollen. Sie verwenden sie (wie z.B. Vitamin C oder Zink) bei bestimmten Symptomen (um z.B. das Immunsystem zu stärken), weil sie von anderen gehört haben, dass bei ihnen diese Nährstoffe geholfen haben. Aber Nährstoffe sind nun mal keine Medikamente und diese Versuche sind nur selten erfolgreich, denn der Nährstoffbedarf ist von Mensch zu Mensch verschieden. In den einzelnen Ernährungstypen liegen unterschiedliche Mengen an Nährstoffen im Körper bereit und auch die Verhältnisse der Nährstoffe untereinander unterscheiden sich von einem Typ zum anderen.

Von daher kann nicht jeder Mensch mit Nährstoffen wie mit Medikamenten behandelt werden. Prinzipiell hat ein Medikament in jedem Menschen die gleichen bekannten Wirkungen - ein Antibiotikum soll z.B. Bakterien töten. Bei Nährstoffen ist das anders. Nährstoffe wirken sich bei den verschiedenen Ernährungstypen unterschiedlich aus. Was das Immunsystem des einen stärkt, kann es beim anderen sogar schwächen. Daher sollten Sie erst Ihren Ernährungstyp bestimmen lassen, bevor Sie Nährstoffe zur Stärkung Ihres Immunsystems einsetzen.

Frage 24: Ich war immer der Meinung, dass mich eine einigermaßen ausgewogene und gesunde Ernährung mit allen Vitaminen und Mineralien versorgt, die ich brauche. Jetzt höre ich in letzter Zeit immer häufiger von der orthomolekularen Medizin, nach deren Meinung es nötig ist, zusätzlich hoch dosierte  Supplemente einzunehmen, selbst bei gesunder Ernährung. Nachdem es einer Freundin deutlich besser geht, seit sie solche Supplemente nimmt, bin ich verunsichert und würde gerne Ihre Meinung wissen.

Antwort: Eine gute Frage, bei deren Antwort verschiedene Aspekte zu berücksichtigen sind.

Sie haben sicher recht, dass manchmal eine gesunde Ernährung Sie mit allem notwendigen versorgt. Aber auch hier kommt es auf die individuellen Bedürfnisse an. Wer relativ gesund ist, eine gute Konstitution hat, ein ziemlich stressfreies Leben in einer sauberen Umwelt führt, nur vollwertige Nahrungsmittel von ausgezeichneter Qualität mit einem sehr hohen Nährstoffgehalt isst, die noch dazu seinem Ernährungstyp entsprechen, wer weder raucht noch Alkohol trinkt, kann durchaus gut ohne zusätzliche Supplemente leben.

Wer dagegen krank ist oder eine schwache Konstitution hat, wer Verdauungsprobleme hat, bei denen die Aufnahme von Nährstoffen gestört ist, oder wer ein sehr stressbelastetes Leben in einer belasteten Umwelt führt, wer raucht oder viel Alkohol trinkt, dessen Bedarf an Vitaminen und Mineralien ist deutlich höher. Selbst falls er nun nur ideale Nahrungsmittel, die noch dazu genau den Bedürfnissen seines Ernährungstyps entsprechen, zu sich nehmen würde, reicht deren Gehalt an Nährstoffen nicht aus, um diese Belastungen auszugleichen oder sogar eine Regeneration bei Krankheit ausreichend zu unterstützen. Wenn nun noch zusätzlich die Ernährung nicht ideal ist, z.B. weil berufsbedingt häufig in Kantinen oder Restaurants gegessen werden muss, so kann der erhöhte Bedarf sicher nicht mehr durch die Ernährung gedeckt werden. In solchen Fällen bieten sich zusätzliche Vitamin- und Mineralstoffpräparate an.

Da es sich hierbei um konzentrierte Nährstoffe handelt, gilt ganz besonders, daß bei der Auswahl Ihr Ernährungstyp berücksichtigt werden muss, da bei den konzentrierten Nährstoffen die Auswirkung auf das Stoffwechselgleichgewicht besonders groß sind. Deshalb stellen wir unsere Supplementempfehlungen individuell für den jeweiligen Ernährungstyp zusammen, denn es ist durchaus nicht so, dass jedes Supplement für jeden Ernährungstyp gleichermaßen geeignet ist. Selbst die an sich als so harmlos geltende Ascorbinsäure (eine Form des Vitamin C) ist nicht für jeden Typ geeignet. Während z.B. der Sympathikustyp und der Langsamverbrenner eine hohen Bedarf an Ascorbinsäure haben, ist sie für den Parasympathikustyp und den Schnellverbrenner nicht so gut geeignet. Deren Bedarf an Vitamin C wird besser durch Kalziumascorbat befriedigt, da sich diese Variante des Vitamin C sehr günstig auf ihr Stoffwechselgleichgewicht auswirkt. Das gleiche gilt sinngemäß für fast alle anderen Vitamine und Mineralien.

Frage 25: Ich habe in den letzten Jahren viel Geld für die unterschiedlichsten Schlankheitskuren und Gesundheitsdiäten ausgegeben. Auf Dauer hat nichts geholfen. Ich bin immer noch eine dicke Frau, die langsam in die Jahre kommt und gerne von ihrer Gesundheit retten möchte, was zu retten ist. Aber nach allen schlechten Erfahrungen wüsste ich nicht, warum ich Ihren Empfehlungen mehr zutrauen sollte. Warum sollte Ihr System anders sein?

Antwort: Leider können Sie nur selbst überprüfen, ob eine Ernährungsempfehlung Verbesserungen bringt. Unsere Versprechungen nützen Ihnen nichts. Auch die positiven Veränderungen, die wir bei anderen Patienten ständig erleben, nützen Ihnen nichts. Ihnen bleibt letztendlich nur, noch einen Versuch zu wagen.

Wir können für Sie lediglich unsere Beobachtungen, Erkenntnisse und Prinzipien in einigen Punkten zusammenzufassen. Vielleicht werden Sie überzeugt, wenn Sie erkennen, dass wir uns in einigen Punkten grundlegend von anderen Systemen unterscheiden.

Das Synergie-System basiert auf folgenden Prinzipien und Erfahrungen:

  • Der Stoffwechsel eines Menschen ist so einzigartig wie seine Fingerabdrücke

  • Der Bedarf eines Individuums an Nährstoffen wird durch die Eigenheiten seines Stoffwechsels bestimmt

  • Die Eigenheiten des Stoffwechsels werden durch die Erbanlagen bestimmt, nicht durch Religion oder Lebensphilosophie

  • Die einzelnen Nährstoffe wirken sich von Mensch zu Mensch unterschiedlich aus

  • Wie sich einzelne Nährstoffe auswirken, hängt davon ab, welches Körpersystem den größten Einfluss auf den Stoffwechsel ausübt, ob das Autonome Nervensystem, das Verbrennungssystem oder das Drüsensystem

  • Durch das Zusammenspiel dieser drei Systeme gibt es viele unterschiedliche Ernährungstypen

  • Gesundheit und Wohlbefinden hängen davon ab, ob dem Körper Energie schnell genug in ausreichender Menge und Qualität zur Verfügung steht. Der "Brennstoff" zur Erzeugung dieser Energie stammt aus der Ernährung

  • Die Ernährungsbedürfnisse sind von Typ zu Typ unterschiedlich. Um zu wissen, wie das richtige "Brennstoffgemisch" für den einzelnen aussieht, damit er optimal Energie produzieren kann, muss zuerst sein Ernährungstyp bestimmt werden

  • Dann wissen wir nicht nur, welche Ernährung für ihn optimal ist, sondern auch, welche schädlich für ihn ist

  • Die Entstehung von Übergewicht hängt vor allem von der richtigen Arbeit des Drüsensystems ab, besonders von der Stärke der jeweils dominierenden Drüse. Durch Stärkung dieser Drüse kann Übergewicht gezielt und dauerhaft abgebaut werden

Wir sind davon überzeugt, dass die richtige Ernährung nur unter Beachtung dieser Prinzipien gefunden werden kann und dass Empfehlungen, die diese nicht beachten, bestenfalls zufällig zu guten Ergebnissen führen und oft sogar schädlich sein können.

Praktische Schritte zur Gesundheit
Einzelheiten über das praktische Vorgehen bei der Bestimmung Ihres Ernährungstyps finden Sie im Artikel Gesünder mit dem Synergie-System, an dessen Ende sich Details über die Praktischen Schritte zur Gesundheit finden.

Ernährungsberater und Therapeuten, die das Synergie-System für ihre Klienten einsetzen möchten, finden dort ebenfalls nähere Einzelheiten.

Alle unsere Erfahrungen haben immer wieder bestätigt, dass der Körper geschaffen wurde, gesund zu sein und dass jeder ein Recht und die Möglichkeit zu optimaler Gesundheit hat. Dazu müssen Sie aber zuerst wissen, welche Nährstoffe und Nahrungsmittel Ihr Körper braucht, um optimal versorgt zu sein.

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